1. Mai 2020

Posted: May 1st, 2020 | Author: | Filed under: Selbstverständnis | Comments Off on 1. Mai 2020

Der 1. Mai ist Kampftag der internationalen Arbeiter*innenbewegung.
Wir hoffen, ihr hattet einen kämpferischen 1. Mai, auch ohne die normalerweise jährlich stattfindenden Demos auf der ganzen Welt für mehr Gerechtigkeit und Solidarität.
In Hamm sind heute Plakate an verschiedenen Stellen aufgetaucht, um auf die politischen Zustände aufmerksam zu machen. Auch hier stehen die Menschen nicht still und versuchen trotz #socialdistancing Protest nach Außen zu tragen. Viele Aktivistis versuchen genau dies durch kreative Aktionsformen auf der Straße und im Netz. Und trotzdem ist es, besonders am 1. Mai, nicht das Gleiche, wie gemeinsam auf der Straße zu laufen und zu demonstrieren. Zudem darf es keine Voraussetzung sein einen Laptop und gutes WLAN zu haben, um an Protestformen teilzuhaben.
Das Wort Solidarität hat in den letzten Wochen mehr Verwendung gefunden als je zuvor. Nur Geschwätz reicht uns aber nicht, es muss solidarisch gehandelt und solidarische Politik in die Tat umgesetzt werden. Diese muss alle Menschen unserer Gesellschaft umfassen und kann nicht an Nationalgrenzen enden.

Wir solidarisieren uns heute auch besonders mit den über 35.000 Menschen, die an den EU-Außengrenzen, in den Lagern der Inseln Chios, Samos und Lesbos in Unsicherheit verharren müssen. Mindestens 2.000 Kinder und Jugendliche sind ohne Begleitung dort.
Die EU-Innenminister*innen haben Anfang März beschlossen, gerade mal 1.600 Kinder und Jugendliche zu evakuieren. Deutschland soll 350 unter-14-Jährige aufnehmen. Fast 2 Monate später und nur 47 Minderjährige sind in Deutschland angekommen. Diese Zahlen schockieren uns und zeigen auf, wo die Grenzen des Zusammenhalts und der Solidarität liegen, zu der Politiker*innen in den letzten Wochen aufrufen.
Für diese Handlungen gibt es keine Rechtfertigung seitens einer Bundesregierung, die in den letzten Wochen 240.000 deutsche Reisende aus dem Ausland einfliegen konnte und Ausnahmeregelungen aufgestellt hat, um bis zu 40.000 Erntehelfer*innen aus Osteuropäischen Ländern zu holen. 144 Kommunen haben sich zu einem sogenannten #sicherenHafen erklärt um Geflüchtete aufzunehmen. Auch #HammhatPlatz und ist ein sicherer Hafen. Jedoch stellt sich das Innenministerium unter Seehofer quer, der Bund und die Mitgliedsstaaten der EU blockieren das Vorhaben.
Tag der Solidarität sollte jeden Tag sein. Und doch hoffen wir, dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen, um gemeinsam die Kämpfe auf die Straße zu tragen.
Jetzt heißt es erstmal schnelles Handeln und #LeaveNoOneBehind
Evakuiert die Geflüchtetenlager, jetzt!

Wir hoffen, wir sehen auch in der kommenden Zeit noch alternative Formen, Sichtbarkeit für diese Anliegen auszudrücken und wünschen allen Freund*innen da draußen alles Gute. Passt auf euch auf und bleibt gesund. -Lila*Lösung


Frauen*kampftag: Gemeinsame Anreise aus Hamm

Posted: February 28th, 2020 | Author: | Filed under: Selbstverständnis | Comments Off on Frauen*kampftag: Gemeinsame Anreise aus Hamm

Heraus zum internationalen Frauen*kampftag!
Wir fahren am 08.03. nach Dortmund, wo erst vor wenigen Tagen ein #Femizid begangen wurde (!), um an der Demo des @femkollektivdo teilzunehmen!

Wir treffen uns um 12:30 am Hbf Hamm, um gemeinsam mit dem Zug nach Dortmund zu fahren. Wer anders anreist: um 14 Uhr geht es in Dortmund am Friedensplatz los.

Schließt euch uns an und geht gemeinsam mit uns und den Genoss*innen aus #Dortmund gegen Sexismus, Homo – und Transfeindlichkeit und patriarchale Zustände auf die Straße! #do0803 #smashpatriarchy #NiUnaMenos


Unser Queerfeminismus

Posted: February 24th, 2020 | Author: | Filed under: Glossar, Selbstverständnis | Comments Off on Unser Queerfeminismus

Was bedeutet überhaupt “Queer”?

Queer beschreibt verschiedene Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten. Dabei geht es um alle, die nicht hetero (also Frau liebt Mann und umgekehrt) sind und deren Geschlechtsidentität anders ist, als was bei der Geburt bestimmt wird. Queer sind also beispielsweise lesbische und schwule Menschen, Trans*-Personen und Intersexuelle, Nicht-Binäre und Pansexuelle.
Für all diese Menschen stehen wir ein und möchten sie unterstützen.
Wir alle kennen Stereotype und Erwartungen, die in unserer Gesellschaft an Männer und Frauen gerichtet werden. Diese Stereotype, die immer wieder in Diskriminierung umschlagen, existieren (immer noch) wegen einer von Männern geprägten und bestimmten Gesellschaft (= Patriarchat). Solche Verhältnisse schaden vor allem queeren Menschen, aber auch hetereosexuellen Frauen (Sammelbegriff FLINTQ* = Frauen, Lesben, Inter, Nicht-Binäre, Trans*, Queers, * = Andere) schaden und sind nicht mit einer konsequenten Gleichberechtigung vereinbar. Um diese Verhältnisse also auszubrechen und zu verändern müssen wir uns bewusst werden, inwiefern wir selbst betroffen, oder auch nicht betroffen (priviligiert) sind. Diese Privilegien müssen wir kritisch hinterfragen, um uns mit Betroffenen solidarisieren zu können. Strukturelle Benachteiligung von FLINTQ* wollen wir aufdecken. Auf jeden Fall müssen wir selbst aktiv werden, um etwas zu verändern!
Dabei müssen wir aber auch immer andere Diskriminierungsformen, wie beispielsweise Rassismus, oder Antisemitismus, berücksichtigen.
Wir verhalten uns solidarisch mit Betroffenen und versuchen unterschiedliche Perspektiven in unsere Arbeit einfließen zu lassen.
Unser Queerfeminismus ist antifaschistisch und antikapitalistisch!

Das Gleiche mit weniger Erklärungen:

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